Wie man sich als dominante Frau ausprobiert.

Egal, ob man sich früher oder erst später seiner dominanten Neigung bewusst wird, irgendwann ist der Punkt gekommen, an dem man seine Gedanken und Phantasien auch in die Tat umsetzen möchte. Viele gerade jüngere Frauen tun sich zunächst schwer damit, ihrem Verlangen freien Lauf zu lassen. Ich möchte gar nicht das pseudowissenschaftliche Fass aufmachen, dass es an der allgemeinen Rolle der Frau liegt, dass Frauen sich in der Gesellschaft und damit auch im Bett schwer tun, eine Führungsrolle zu übernehmen. Ich habe persönliche Erfahrung gemacht, dass Frauen heute durchaus in der Lage sind ihren Platz zu beanspruchen und sowohl im beruflichen, als auch im privaten Bereich alles zu erreichen. Dazu gehört eben auch, den Mann im Bett zu beherrschen.

Ich glaube das Haupt-Hemmnis ist für die meisten Frauen, dass man generell niemandem wehtun möchte. Allerdings ist genau das der Sinn der Sache, wenn man sich sadomasochistischen Neigungen zuwendet. Es hilft aber vielleicht bei der Selbstüberwindung sich Folgendes vor Augen zu führen:

  1. BDSM basiert zu allererst und vornehmlich auf der grundsätzlichen Vereinbarung zweier Menschen, dass der dominante Part dem devoten Part wehtun will und grundsätzlich beide Freude an diesem Wechselspiel aus Macht, Lust und Schmerz haben.
  2. Der Mann, der sich in die Hände einer Frau begibt, ist also generell damit einverstanden, auch, wenn er dafür körperlichen Schmerz hinnehmen muss.
  3. Das Schöne an entsprechenden Spielarten ist, dass die Frau die Situation kontrollieren und nach ihren Wünschen gestalten möchte. Wenn ihr also nicht danach ist, die Peitsche zu schwingen, dann kann sie sich auch einfach bedienen lassen, etwa mit einer ausgedehnten Massage, oder sie kann den Mann mit Aufgaben belegen, die zu ihrem Nutzen oder ihrer Unterhaltung dienen.

Ein weiterer Aspekt ist, dass Frauen sich oft schwer tun, sich dahingehend auszuprobieren, mehrere Typen von Männern ggf. gleichzeitig kennenzulernen. Generell ist es völlig in Ordnung, wenn die Frau von sich aus BDSM in einer festen Beziehung oder mit der großen Liebe ausleben möchte. Was aber nicht in Ordnung ist, wenn die Gesellschaft der Frau ein monogames Verhalten aufoktroyiert, obwohl die Männerwelt (auch im BDSM-Bereich)  sich alles andere als entsprechend ehrbar verhält. Ich kann – gerade in jüngeren Jahren – nur dazu raten, sich auszuprobieren und auszuleben und auch wenig Rücksicht auf die Moralvorstellungen der Gesellschaft zu nehmen. Freilich gibt es keinen Grund, das ganze an die große Glocke zu hängen, wenn man als dominante Frau auch mal mehrgleisig fährt, aber es gibt auf gar keinen Fall Grund zu einem schlechten Gewissen. Gerade zwischen 20 und 30 Jahren sind Männer alles andere als treu und monogam unterwegs (an der Stelle übrigens ein kleiner Querverweis zum Thema Keuschhaltung), aus meiner Sicht besteht für eine dominante Frau da kein Grund, immer die große Liebe zu suchen.

Egal aber, ob man sich für eine feste Beziehung oder einen lockeren Lebensstil entscheidet, zwei Dinge finde ich persönlich sehr wichtig:

  1. Triff eigene Entscheidungen und achte darauf, was Dir gut tut und was Dich glücklich macht. Wenn Du gerne „den Einen“ Partner haben möchtest, dann lebe monogam, wenn Dir nach einem leichten Leben ist, dann greif zu.
  2. Sei ehrlich zu Dir selbst und anderen. Wenn Du Dich für die Leichtigkeit des Seins entscheidest, dann gib etwaigen Spielpartnern nicht das Gefühl der Exklusivität. Auch ein Mann hat das Recht, zu wissen woran er ist. Übrigens: Es besteht eine gewisse Boshaftigkeit darin, einen Mann keusch zu halten, sich selbst aber frei in der Welt zu bewegen. Das aber nur als kleiner Tipp am Rande.

In einem kommenden Artikel werde ich eine konkrete Anleitung für eine erste “Session” geben, bei der man nichts falsch machen kann.*

Fragen und Feedback gerne hier.

Eure Maria

*Generell kann man natürlich immer etwas falsch machen, BDSM ist ja ein Spiel zwischen Menschen mit Gefühlen, dass eine besondere Einfühlsamkeit gerade des dominanten Teils erfordert. Entsprechend ist es immer wichtig, den anderen genau zu beobachten und seinen Körper und seine Reaktion zu “lesen”, damit er in sich sicher sein kann, in guten Händen zu sein.

 

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