Wie man das erste Spiel gestaltet

Wie man das erste Spiel gestaltet

Ich bin keine große Freundin davon, das Wort “BDSM-Session” zu verwenden, aber ich habe einige Emails erhalten, wie ich eine Session gestalte. Ich möchte mich daher dem Thema “Erste Session, bzw. erstes Spiel mit einem neuen (Spiel-) Partner” widmen.

Im Grunde genommen ist es egal, ob man eine Anfängerin oder relativ erfahren im Umgang mit devoten Männern ist, jeder Mann ist unterschiedlich und es bedarf zunächst eines intensivieren Kennenlernens. Dabei kommt es nicht so sehr darauf an, ob man am Anfang einer Beziehung steht oder es sich um den Klassiker im BDSM-Bereich handelt: Das Internet-Date.

Ich möchte ja vor allem Anfängerinnen auch ein wenig etwas an die Hand geben, darum beschreibe ich einfach mal, wie ich eine „erste Session“ gerne gestalte.

Vorab hat sich der Kandidat durch ein oder zwei Treffen im neutralen Rahmen qualifiziert. Dabei achte ich darauf, dass mir der Mann nicht nur äußerlich gefällt, sondern auch vom Lebenswandel zu mir passt. Meistens sind es daher Typen aus der vielzitierten „Business-Welt“, die sich in meinen Händen wiederfinden (Und nein, es sind auch nicht ständig wechselnde Männer, aber ich bin mit inzwischen Mitte 30 auch so weit, dass es schon ein paar mehr waren, Frau macht halt ihre Erfahrungen).

Zur Auswahl des passenden Spielpartners, bzw. zur Partnersuche werde ich mich später einmal auslassen, heute soll es um das erste Treffen gehen, nachdem alles klar ist.

Schritt 1: Die Vorbereitung

Was die persönliche Vorbereitung angeht, so werde ich wohl keiner Frau etwas beibringen müssen. Wir wissen, wie wir umwerfend aussehen und was zur Vorbereitung eines „Dates“ dazugehört. Das ist auch bei einer dominanten Frau nicht anders. Ein attraktives Äußeres und ein gepflegtes Erscheinungsbild gehören natürlich dazu.

In der Regel besteht ja ein Dialog, sei es per Email oder WhatsApp. Dies gibt Frau die Gelegenheit, erste Anweisungen zu geben. Neben der Forderung, dass ich einen frisch geduschten und größtenteils rasierten (ich mag keine ganz „nackten“ Männer untenherum, aber das darf jede Dame für sich entscheiden) Mann erwarte der angenehm riecht, möchte ich die Gelegenheit eines ersten Spiels nutzen, um meinen Spielpartner besser kennenzulernen.

Ich weise ihn hierzu an, mir in einem handgeschriebenen Brief seine Wünsche, Hoffnungen, Sehnsüchte und auch Erwartungen an das erste Treffen mit mir mitzuteilen. Diesen Brief hat er zum Treffen mitzubringen. Der Hinweis, dass er sich Mühe zu geben hat, sollte sich in aller Regel erübrigen, allerdings schadet er auch nicht. Ich empfehle, dem Mann zwei oder drei Tage Vorlauf zu lassen, aber nicht mehr. Er soll sich Gedanken machen und Mühe geben, aber auch in einer angemessenen Frist liefern können.

Sollte – was in aller Regel nicht passieren sollte – der Mann übrigens ohne Brief auftauchen, so sollte sich Frau davor hüten ihn streng zu bestrafen – etwa ihn auszupeitschen. In aller Regel ist so etwas eine reine Provokation,  der man nur damit begegnen kann, ihn mit Missachtung zu strafen. Bei mir ist das bisher einmal vorgekommen, ich habe den Mann nach Hause geschickt, eine zweite Chance habe ich ihm nie gegeben. Ich glaube, dass er sich bis heute darüber ärgert.

Schritt 2: Die Wahl der Lokalität

Beim ersten Treffen bestelle ich mir den Mann in der Regel in ein Hotel. Ich suche ein gehobenes Ambiente aus, in der Regel mit einem ordentlichen Schallschutz. Darauf kommt es aber nicht sonderlich an, da ich eh nicht vorhabe, beim ersten Treffen geräuschvoll zu agieren. Aber ich erwähne es gerne im Vorfeld, da es den Mann mit unter verunsichert und man merkt, wie sehr es ihn gedanklich beschäftigt.

Ob der Mann nun das Hotel bucht oder die Frau selbst, ist Geschmackssache. Ich persönlich bin gerne unabhängig und kontrolliere gerne die Situation. Wichtig ist mir, dass die Zimmer nicht zu klein sind, eine Junior Suite ist in der Regel am geeignetsten. Für den kleineren Geldbeutel tut es natürlich auch das eigene zu Hause oder eine Ferienwohnung, die man tageweise anmieten kann. Ich selbst lasse aber bei den ersten Treffen Männer ungerne in meine Wohnung und ich besuche Männer auch ungern, da ich dort nicht alles unter Kontrolle habe.

In Hamburg gefällt mir z.B. das Riverside Empire sehr gut, aber auch das 25 Hours oder das George Hotel hat seinen Charme.

Schritt 3: Das Treffen

Stehen Ort und Zeit fest, kommt es letzten Endes zum Treffen. In der Regel nenne ich ihm die Zimmernummer per SMS oder WhatsApp, wenn er mir schreibt, dass er in der Lobby ist. Manchmal muss er dann beim Concierge darum bitten, für den Aufzug eine Freigabe zu erhalten, nachdem sich dieser vergewissert hat, dass ich Besuch erwarte.

Schließlich wird es irgendwann an meiner Tür klopfen. Ich bitte ihn herein, in aller Regel mehr als höflich. In der Regel sind sie unsicher, ob sie es zeigen oder nicht. In ihrem Kopf gehen tausende von Phantasien umher, was in den nächsten Stunden passieren könnte.

Sie betreten dann meine Suite und sind in aller Regel unsicher, wie sie sich verhalten sollen. An dieser Stelle ist es wichtig, dass von Beginn an die Führung in der Hand der Frau liegt. Ich bitte sie, mir den Brief zu übergeben, den sie in aller Regel hastig hervorziehen. Ich werfe kurz einen Blick darauf und lege ihn dann auf eine kleine Kommode oder ein Sideboard, ohne ihn zu lesen. In aller Regel sage ich, dass wir uns dem Thema später widmen werden.

Dann erkläre ich ihm die Regel, unter der dieses Treffen stattfindet und fortdauert. Die Regel lautet:

Keine Widerworte. Ich werde nichts Unmögliches verlangen, er hat die Wahl, sich zu fügen oder zu gehen. Er hat nicht die Wahl zu diskutieren. Ich gebe keine Verwarnung, sollte er meinen Anweisungen nicht Folge leisten, verlässt er die Suite und wird in aller Regel kein zweites Treffen erhalten.  Er muss sich im Klaren darüber sein, dass er zu meinem Vergnügen eingeladen ist und dass ich gerade beim ersten Treffen Gehorsam und Vertrauen erwarte. Das ist vor allem deshalb so wichtig, damit Frau sich nicht zur Wunscherfüllerin degradieren lässt und sichergestellt ist, dass sie zu ihrem Vergnügen kommt. Männer neigen manchmal dazu, sogenanntes „Topping vom the Bottom“ zu betreiben, also durch Manipulation der Dame zu versuchen, ihren Willen durchzusetzen. Gegen Topping from the Bottom hilft weder Schmerz noch sonstige Strafen, hier gibt es nur ein Mittel: Die Verbannung. Kein Spiel ist immer noch die härteste Strafe und ich kann nur empfehlen, solche Männer auf die Abschussliste zu setzen.

Ich frage ihn dann, ob er diese Regel verstanden hat und wenn er es verneint oder nicht einverstanden sein sollte, dann verlässt er meine Suite.

Sollte er es bejahen und mir bestätigen, dass er einverstanden ist, fordere ich ihn auf, sich nackt auszuziehen.

Hier geht es zum zweiten Teil.