Dieses Jahr kommt Weihnachten wirklich mal plötzlich und unerwartet. Auf Befehl der Kanzlerin schließen die Geschäfte bereits 8 Tage vor Weihnachten ihre Pforten. Ich will über den Sinn oder Unsinn dieser Maßnahme gar kein Urteil fällen, da ich hier einen Femdom-Blog und keine Politische Talkshow betreibe.
Aber natürlich führt es dazu, dass der ein oder andere Mann entweder in letzter Minute ein schlechtes Geschenk für seine Angebetete gekauft hat, oder nun im Internet kurz davor steht, etwas falsches zu kaufen.
Ich möchte mich daher heute – auch aus gewissen Erfahrungen heraus – noch einmal mit dem Thema „Beschenken einer dominanten Frau“ beschäftigen, wobei das „dominant“ dabei eine eher untergeordnete Rolle spielt. Genaugenommen trifft das Geschriebene nämlich auch auf submissive Damen oder auch jede andere Vertreterin der holden Weiblichkeit zu.
Oft schreibe ich in meinen Artikeln, dass ich lediglich meine Gedanken teile und niemandem vorschreiben will, wie er die Dinge zu sehen hat. In diesem Fall bin ich da etwas strikter, insbesondere in Richtung der Männer, die das hier lesen sollten. Haltet Euch an die unten beschriebenen Grundsätze. Das ist ein Befehl. #strengerdominanterblic
Das richtige Mindset
Eine Frau erwartet bei einem Geschenk eines Mannes keine Steigerung des eigenen Materiellen Reichtums. Es mag natürlich Ausnahmen geben, aber der größte Teil der Damenwelt interessiert sich nicht für das Preisschild eines Geschenks. Das hat zur Folge, dass sich insbesondere solvente Männer nicht einfach mit einem möglichst teuren Gadget freikaufen können. Diamanten stellen natürlich eine Ausnahme dar, die sind immer richtig, sollten allerdings echt sein und eine gewisse Mindestgröße nicht unterschreiten! Aber da die wenigsten Männer mal eben bei Tiffanys für 25.000 Euro ein kleines Diamantcollier erwerben können, fallen die in aller Regel raus. Kommen wir also zurück zum eigentlichen Gedanken. Frauen interessieren sich nicht für den Preis eines Geschenkes. Ein Geschenk kann im Wesentlichen zwei Dinge aussagen. Entweder sagt es aus, der Mann hat sich Gedanken gemacht und mit den Wünschen und Träumen der Dame auseinandergesetzt. Oder es sagt aus, dass er kurz vor Torschluss nicht wusste, was er Besseres kaufen soll, sich also entsprechend keine Gedanken gemacht hat. Letzteres ist fatal, da es eine mangelnde Bindung zu der Dame seines Herzens belegt oder zumindest den Verdacht nährt, dass etwas in der zwischenmenschlichen Beziehung nicht stimmt.
Wenn wir uns diesen Umstand vergegenwärtigen, kommen wir zu dem Schluss, dass nicht das Geschenk selbst im Vordergrund unserer Bemühungen stehen sollte, sondern der Weg zum Geschenk.
Konkret bedeutet das, dass wir ein Geschenk aussuchen sollten, dass signalisiert, dass wir uns mit unserer Partnerin auseinandergesetzt haben. Was bewegt die Dame? Hat sie vielleicht ein neues Hobby angefangen? Hat sie einen lang gehegten Wunschtraum? Hört sie gerne eine bestimmte Musikrichtung? Nehmen wir einmal an, dass die Dame unseres Herzens gerne malt. Da bietet sich natürlich ein wertvoller Echthaarpinsel oder eine edle Ölfarbe als Geschenk an. Doch Vorsicht. Vielleicht malt sie gar nicht mit Öl oder nutzt eine Spachteltechnik und den Pinsel nur selten. Genau hier liegt die Chance für die Männerwelt. Um das passende Geschenk zu finden, muss man sich zwangsweise mit einem Thema auseinandersetzen, damit es nicht zu einem Fehlkauf kommt. Macht man hier seine Hausaufgaben, wird man nicht daneben greifen, sondern am Ende ein Geschenk haben, dass genau die Botschaft transportiert, die man(n) senden möchte: Du bist es mir wert, dass ich mir Zeit nehme und sehr viel Mühe gebe, das richtige Geschenk für Dich auszusuchen.
Verpackung und Karte
Zum guten Schluss möchte ich noch einige Formalien beleuchten, die das „drum herum“ betreffen. Hat man ein passendes Geschenk gefunden, sollte man die Gelegenheit nutzen, es liebevoll zu verpacken und eine handgeschriebene, stilvolle Karte beizulegen. Jetzt haben die Papeterien ja leider schon geschlossen, aber beim Geschenkpapier kann ich tatsächlich eine konkrete Produktempfehlung geben. Ich empfehle Florentiner-Papier. Das ist edel, stilvoll und ich habe noch niemanden getroffen, dem die besondere Wertigkeit nicht aufgefallen wäre. Beim Beschriften der Karte sollte man den Füller einem Kugelschreiber vorziehen.
Was schenkt man nicht?
Eigentlich sollte es sich nach den obigen Ausführungen von selbst verstehen, aber ich möchte noch einmal explizit darauf hinweisen, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.
Sexuell anzügliche Sachen sind kein gutes Geschenk. Weder Sexspielzeug noch Unterwäsche sind ratsam. Natürlich mag es Ausnahmen geben, aber Unterwäsche zu verschenken kommt in aller Regel nicht gut an. Im BDSM-Bereich empfiehlt es sich, ebenfalls auf das Verschenken von Peitschen (so sie denn nicht mit Diamanten verziert sind, s.o.) oder ähnliches zu verzichten.
Gutscheine sollten ebenfalls vermieden werden. Sie sind stillos und sagen im Wesentlichen nur aus, dass man nicht früh genug damit begonnen hat, sich Gedanken zu machen. Fangt einfach rechtzeitig an. Weihnachten kommt (normalerweise) nicht überraschend.
Geschenke, die ihm mehr nützen als ihr, stehen ebenfalls auf keinem Wunschzettel. „Schatz, ich habe Dir einen neuen 60 Zoll Fernseher geschenkt, lass ihn uns direkt ins Wohnzimmer stellen und gemeinsam ausprobieren“, ist kein Satz, den eine Frau gerne hören möchte.
Ich hoffe, diese Gedanken bringen den ein oder anderen Mann beim Bemühen um das richtige Geschenk weiter.
Ich wünsche Euch eine möglichst stressfreie und im Rahmen der Umstände möglichst entspannte Weihnachten.
Eure Maria