Dem ein oder anderen Leser (w/m/d) meines Blogs wird es nicht entgangen sein, ich verbringe meine Freizeit mitunter damit, Männer auszupeitschen. Seit früher Jugend hatte ich diesen Drang, dem ich seit meiner späteren Jugend irgendwann nachgab und ihm seitdem mit Wonne nachgehe. Und natürlich reift mit der Zeit die Erkenntnis, dass BDSM vergleichsweise verbreitet ist.
Dieser Gastbeitrag einer Sadomasochistin (oder Artverwandt, so genau wird da gar nicht drauf eingegangen) auf Spiegel Online stellt nun die Frage danach, ob BDSM nicht analog zur Homosexualität auch als eine sexuelle Ausprägung anerkannt sein sollte. Die Autorin kommt nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss, es müsse so sein. Widersprochen wird ihr in diesem Punkt von der Neuen Züricher Zeitung.
Ich kann beiden Argumentationslinien nur bedingt folgen, wobei ich jedoch im Ergebnis auch dazu komme, dass BDSM keine noch breitere Lobby braucht. Denn BDSM ist – auch wenn es viele anders sehen mögen – ein Sammelbegriff für sexuelle Praktiken die vor allem die Art beschreiben, wie zwei Menschen sich sexuell betätigen. Homosexualität oder auch Heterosexualität ist vor allem etwas, was die Partnerwahl beeinflusst. Die Autorin bei Spiegel Online versucht nun, eine Brücke zu schlagen und argumentiert, ihre “Kinks” würden sie in der Partnerwahl dermaßen einengen, dass sie ohne eine Anerkennung von BDSM als sexuelle Ausrichtungen erhebliche Nachteile bei der Partnerwahl hätte. Gelingen will dieser Gedankensprung nicht ganz, zumal er auch nicht einleuchtet. Denn wie man es auch dreht und wendet: Ihre Forderung ergibt keinen Sinn. Denn die Einengung ihrer Partnerwahl nimmt sie bewusst oder unbewusst selbst vor. Eine Lobby oder mehr Gehört würden ihr schlicht nichts nützen. Denn der Leidensdruck, den BDSMler haben, ist bei weitem niedriger als der von heimlichen Homosexuellen. Es ist keine Einengung, BDSM diskret auszuleben. Im Gegenteil. Es ist ein Akt der Rücksichtnahme, wenn ich einem Mann einen Knebel vor einer Züchtigung verpasse, damit er nicht mit seinem Geschrei die Nachbarn vergrault. Und diese Rücksichtnahme ist aus meiner Sicht auch absolut das richtige Verhalten. Das Internet hat uns in die Lage versetzt, sehr einfach und diskret den richtigen Spielpartner, Lebenspartner oder Lebensabschnittsgefährten zu finden. Wir brauchen keinen Verband, der BDSM institutionalisiert und am besten noch damit anfängt, irgendwelche Gesetze mitzuschreiben oder Siegel zu vergeben. Übrigens: Wer sich in der Politikszene ein wenig auskennt weiß, dass “wir” dort so oder so schon überrepräsentiert und mehr als gut vertreten werden. Glaubt mir!
Eure Maria